Geläut der Großen Kirche

Größte Stahlglocke im Turm der Großen Kirche: Bleibet fest in der brüderlichen Liebe

Das Geläut im Turm der Großen Kirche in Leer besteht aus drei Gussstahlglocken vom Gussstahlwerk Bochumer Verein AG.

Inschrift Gewicht Durchmesser Ton
Bleibet fest in der brüderlichen Liebe 1525 KG 160 cm cis´
Seid fröhlich in Hoffnung 943 kg 135 cm
Stehet fest im Glauben 629 kg 118 cm fis´

Feierlich eingeführt wurden die Glocken am 16. September 1956. Bis auf die kleinste Glocke waren die größeren Bronzeglocken im Zweiten Weltkrieg für Kriegszwecke ausgebaut worden. Nach dem Krieg entschied die Gemeinde sich gegen Brozenglocken, weil die Kirchenglocken niemals wieder zur Waffenproduktiion verwendet werden sollten. So gab sie die verbliebene kleine Bronzeglocke gegen eine Glocke aus Stahl in Zahlung, denn ein Zusammenspiel von Stahl- und Bronzeglocke würde "nicht von klanglichem Genuss gekrönt."

Wohl aber hat man Wert gelegt auf eine klangliche Abstimmung mit den Glocken der katholischen und der lutherischen Kirche, um ein harmonisches Klangbild der Kirchglocken in der Leeraner Altstadt zu gewährleisten.

Oben im Turm unter der Laterne gibt es eine Aufhängung und Raum für eine vierte Glocke. Der Platz ist frei.

Verlust der Glocken im Zweiten Weltkrieg

Die mittlere Glocke: Seid fröhlich in Hoffnung

Die Glocken im Turm der Großen Kirche, die noch aus der alten Kirche am Westerende stammten, mussten im Ersten Weltkrieg abgegeben werden. Ein großzügiger Spender, Herr Antoni van der Laan, stiftete im Jahr 1919 drei Bronzeglocken. Gegossen wurden sie von Schilling & Söhne, Apolda.

Gewicht Durchmesser Ton
3.300 kg 172 cm h
2.000 kg 144 cm d
930 kg 111 cm fis

Áusgebaut wurden die beiden großen Glocken am 23. Feb. 1942.

Die kleinere Stahlglocke erinnert an ihre Vorgängerin aus Bronze. Auf ihr steht dieser Text: Mich liess giessen im Jahre 1919 Herr Antoni van der Laan - Im Jahre 1956 umgegossen und in ein neues Geläut eingefügt

Die ersten Glocken

Die kleinste Glocke: Stehet fest im Glauben

Urspünglich stammten zwei Glocken aus dem alten Turm an der früheren Kirche am Westerende . Eine dritte kleinere Glocke wurde aus dem Schulgebäude am reformierten Schulgang in den Kirchturm verbracht. Erhalten geblieben sind diese Glocken nicht. Sie wurden im Ersten Weltkrieg für Kriegszwecke ausgebaut.