Konzert "Israel in Ägypten"

Das Konzert findet statt am Sonntag, den 12. November 2017, um 17.00 Uhr in der Großen Reformierten Kirche und wird veranstaltet von der Kantorei Leer, dem Schulchor des Ubbo-Emmius-Gymnasiums und dem Ostfriesischen Kammerorchester. Die Leitung hat Christian Meyer.

Karten sind vom 1. September an bei der Buchhandlung Plenter zu bekommen.

Das Oratorium „Israel in Egypt“ wurde 1739 in London uraufgeführt. Georg Friedrich Händel, der seit 1712 große Erfolge als Opernkomponist in England gefeiert hatte, wandte sich gegen Ende der 1730er-Jahre dem Oratorium zu und komponierte neben „Israel in Egypt“ insgesamt 19 Oratorien, unter ihnen „Saul“, „Judas Maccabaeus“ und natürlich „Messias“, der sein wohl bekanntestes Werk werden sollte.

Händel wählte für sein Oratorium ausschließlich Texte aus dem zweiten Buch Mose („Exodus“) und den Psalmen 105 und 106, in denen die Geschichte des Auszugs der Israeliten aus Ägypten geschildert wird.

Nach dem Tod König Josephs herrscht in Ägypten ein Pharao, der die Israeliten, die dort schon seit vielen Generationen friedlich gelebt hatten, nun unbarmherzig knechtet. Gott hört das Flehen der Israeliten um Rettung und schickt ihnen Moses und Aaron, um sie aus der Knechtschaft zu befreien. Um den unnachgiebigen Pharao zur Einsicht zu zwingen, bringt Moses in Gottes Auftrag zehn Plagen über das Land. Schließlich gibt der Pharao die Israeliten frei, und sie ziehen, angeführt von Moses, durch das Rote Meer, das Gott vor ihnen geteilt hat. Das nachfolgende ägyptische Heer aber ertrinkt im plötzlich zurückflutenden Meer.

„Moses’ Song“, der handlungsärmere zweite Teil des Oratoriums, ist der große Lobgesang des Volkes Israel und seines Anführers Moses. Die Israeliten danken Gott für die wunderbare Rettung und erzählen rückblickend noch einmal zusammenfassend die Geschichte ihres Auszugs aus Ägypten. Am Schluss stimmt die Prophetin Miriam mit den Israeliten den großen Siegesgesang an.

Da in dieser Geschichte nicht ein einzelner Held, sondern das ganze Volk Israel im Mittelpunkt steht, weist Händel dem doppelt aufgestellten Chor eine besondere Rolle zu. Mit insgesamt 28 Chorsätzen, nur vier Arien, drei Duetten und drei kurzen Rezitativen lässt sich „Israel in Egypt“ als großes Chororatorium beschreiben, das in dieser Form eine Sonderstellung in Händels Oratorienschaffen einnimmt.

Solisten:

Christine Kramer und Deike Gröttrup, Sopran
Katharina Lücht, Alt
Peter Schmitz, Tenor
Hilko Engberts und Christian Meyer, Bass

 

 

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