Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland

Etwa im Jahr 1960 wurde auch in Ostfriesland, damals in Aurich, eine Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) gegründet. Es war die Zeit, in der Bürger der Bundesrepublik die Regierung dazu bewegen wollten,  mit dem 1948 wieder gegründeten Staat Israel diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Die ersten Gesellschaften waren schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gegründet worden, als jüdische Überlebende über den Gräbern ihrer Angehörigen Christen in Deutschland die Hand reichten.

Die Gesellschaft für CJZ in Ostfriesland ist als selbständiger Verein organisiert, also nicht Teil der Ev.-ref. Kirchengemeinde.  Im Laufe der Jahre hat sich aber eine besondere Nähe zu ihr entwickelt. So hat die Gemeinde wie auch die Ev.-ref. Kirche die Gesellschaft nicht nur stets finanziell unterstützt, sondern ihr auch die Jahre hindurch Räume für Veranstaltungen kostenfrei zur  Verfügung gestellt. Gleichwohl arbeitet die Gesellschaft unabhängig und überkonfessionell. Sie ist mit den inzwischen 85 anderen Gesellschaften in Deutschland in einem Dachverband, dem Deutschen Koordinierungsrat, zusammen geschlossen.

Über ihre  Grundsätze und Ziele gibt die Gesellschaft für CJZ in ihrer Vereinssatzung, vor allem in deren Präambel Auskunft. Nach der Befreiung vom nationalsozialistischen Staat gegründet, weiß sie mit ihren Nachbargesellschaften von der historischen Schuld und stellt sich der bleibenden Verantwortung angesichts der in Deutschland und im deutschen Namen betriebenen Vernichtung jüdischen Lebens. Begründet in der biblischen Tradition folgt sie der Überzeugung, daß im politischen und religiösen Leben eine Orientierung nötig ist, die Ernst macht mit der Verwirklichung der Rechte aller Menschen auf Leben und Freiheit ohne Unter-schied des Glaubens, der Herkunft oder des Geschlechts.

Die Gesellschaft für CJZ setzt sich ein für

- Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden bei gegenseitiger Achtung aller Unterschiede,

- Erinnerung an die Ursprünge und Zusammenhänge von Judentum und  Christentum,

- Selbstbesinnung in den christlichen Kirchen hinsichtlich der in ihnen theologisch und geschichtlich verbreiteten Judenverachtung und Judenfeindschaft,

- Bewahrung der noch erhaltenen vielfältigen Zeugnisse jüdischer Geschichte,

- Entfaltung feien, ungehinderten jüdischen Lebens in Deutschland,

- Achtung der Eigenständigkeit ethnischer Minderheiten,

- Solidarität mit dem Staat Israel als nationaler Heimstätte des jüdischen Volkes.

Damit wendet sich die Gesellschaft für CJZ entschieden gegen

- alle Formen der Judenfeindschaft: gegen religiösen Antijudaismus, rassistischen und politischen Antisemitismus sowie Antizionismus,

- Rechtsextremismus und seine Menschenverachtung,

- Diskriminierung von Einzelnen und Gruppen aus religiösen, weltanschaulichen, politischen und ethnischen Gründen,

- Intoleranz und Fanatismus.

Die Gesellschaft ist offen für alle, die für diese Ziele eintreten. Sie ist bereit zur Zusammenarbeit mit Gruppen und Parteien, privaten oder öffentlichen Einrichtungen, die sich diesen oder ähnlichen Aufgaben verpflichtet haben.

Im Rahmen dieser Ziele und Aufgaben bietet die Gesellschaft öffentliche Vortragsabende und  Seminare, Studienfahrten, besonders auch Gruppenfahrten nach Israel, dazu literarische und musikalische Veranstaltungen an. Sie arbeitet eng zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Ostfriesland der Deutsch-Israelischen Gesellschaft mit Sitz in Aurich.

Weitere Informationen findet man im Internet unter www.cjz-ostfriesland.de.vu – Ansprechpartner sind  der Vorsitzende, Herr Gernot Beykirch – -  oder die Geschäftsführerin, Frau Hilke Niedermeier – - .

Hebräische Überschrift "Shabbat Shalom"

Der Tempelplatz in Jerusalem

Empfang im Rathaus in Leer für Familie Hirschberg aus Tel Aviv

Rabbiner Samson Raphael Hirsch (Landesrabbiner in Emden 1841 - 1846)

Esther Ben Hur mit Ehepaar Niedermeier vor der Westmauer in Jerusalem

Glückwunsch zum 60-jährigen Bestehen des modernen Staates Israel

Emblem des Kinderdorfes Neve Hanna

Tora-Rolle in der Synagoge Bourtange - Niederlande

Erinnerung an die Pogromnacht 1938 an der Stelle, an der die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Leer stand

Rabbiner Manfred Gans an der Gedenkstätte in Leer, Heisfelder Straße, mit Bürgermeister Wolfgang Kellner